TB Osterfeld vs. Kevelaerer SV 2:3 (21:25/19:25/26:24/25:22/13:15)

Am Ende hat es mal wieder nicht sein sollen. Denkbar knapp verliert der Turnerbund das Rückspiel gegen die Gäste aus Kevelaer. "So ist das manchmal im Sport. Im Hinspiel haben wir noch ganz knapp im Tie-Break gewonnen, heute dann Kevelaer", kommentierte der verletzte Hendrik Jansen, der das Team abermals als Co-Trainer unterstützte. Dass es überhaupt nochmal so eng wurde, bedurfte vorher einer absoluten Kraftleistung. Zwei Sätze lang sah alles nach einem relativ souveränen Auswärtserfolg für Kevelaer aus. "Besonders einen der gegnerischen Mittelangreifer haben wir nicht wirklich unter Kontrolle gebracht", beschrieb Jansen eines der Hauptprobleme, fügte aber an: "Das haben wir später dann deutlich besser gemacht."

Und je länger das Spiel dauerte, desto besser wurden die Osterfelder. Vor allem auf die Abwehr von Libero Jens Reinelt war häufig Verlass. Folgerichtig wurde er nach dem Spiel zum MVP gewählt. "Wir haben vor allem stabiler geblockt und uns damit in der Abwehr das Leben einfacher gemacht", sah Coach Markus Köster den Hauptgrund ebenfalls in der verbesserten Leistung in der Defensive und hob neben Reinelt einen weiteren Akteur hervor: "Neben Jens hat besonders Jan Sowa im Block extrem gut gearbeitet. Das hat mir gut gefallen." Angetrieben von besagter Defensive schaffte es der Turnerbund verdient in den fünften Satz.

Und auch im Tie-Break gelang dem Team ein guter Start. Bei 8:4 wurden die Seiten gewechselt, der Sieg war greifbar. "In dieser Phase haben wir aber ehrlicherweise etwas von Fehlern profitiert. Als Kevelaer sich stabilisiert hat, haben wir Probleme bekommen", schätzte Colin Grimm, der nach längerer Krankheitspause zurück auf dem Feld stand, den Verlauf ein. Der Vorsprung schmilzte zusehends und am Ende ging das Spiel mit dem minimal möglichen Abstand verloren. "Ich finde, das kann nach solch einem Kampf passieren. Das Problem ist sicher eher, dass wir uns immer wieder in die Situation bringen, überhaupt eine solche Aufholjagd starten zu müssen. Das kostet enorm Kraft, die dann am Ende auch mal fehlt", so Grimm.

Damit endet die Serie von vier Heimspielen mit der überschaubaren Ausbeute von insgesamt zwei Punkten.  Als nächstes steht am kommenden Wochenende ein Auswärtsspiel im Siegerland gegen den VC Freudenberg an.

Es spielten: Beck, Ertner, Fischer, Grimm, Joneleit, Morandin, Neufeld, Reese, Reinelt, Santos, Sowa, Springer, Syrowiszka, Willbrand.